
Chilisamen sollten normalerweise flach, hellgelb bis beige (außer Rocotos und einige Wild-Chilis) und gleichmäßig gefärbt sein. Wenn einzelne Samen auffallend dünn sind und einen schwarzen Punkt oder Fleck in der Mitte haben, sind sie häufig nicht vollständig ausgereift oder bereits beschädigt.
Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe:
• Unvollständige Entwicklung: Der Embryo im Samen hat sich nicht richtig ausgebildet. Der schwarze Punkt kann ein abgestorbenes Gewebe im Inneren sein.
• Pilzbefall oder Fäulnis: Besonders bei überreifen oder feucht gelagerten Früchten können Samen von Pilzen befallen werden. Der dunkle Fleck ist dann ein Zeichen von Zersetzung.
• Mechanische Schäden oder Insektenfraß: Selten können Samen durch Druck oder kleine Schädlinge beschädigt werden.
• Leere Samen: Dünne Samen enthalten oft nur wenig oder gar kein Nährgewebe und keinen lebensfähigen Embryo.
Warum keimen sie meist nicht?
• Für die Keimung muss ein intakter Embryo vorhanden sein. Ist dieser abgestorben oder nie vollständig entstanden, kann der Samen nicht austreiben.
• Dünne Samen besitzen oft zu wenig Reservestoffe, um die Keimung zu unterstützen.
Sollte man sie entsorgen?
Ja, wenn die Samen deutlich dünner als die anderen sind und einen schwarzen Punkt oder dunklen Fleck haben, lohnt sich die Aussaat meist nicht. Sie nehmen nur Platz weg und können im Fall eines Pilzbefalls sogar Schimmel fördern. Wenn du viele Samen hast, sortiere solche Exemplare aus.





