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Roter
Oktober in Perugia: Eurochocolate
2005 Seite 2 von 2
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Wie
in Teil 1
geschildert, war "aufgepepperte"
Schokolade
einer der großen Renner an den Eurochocolate-Verkaufsständen, wie hier bei Edelschoko-Hersteller Vannucci . Dessen hervorragende
Cioccolato al Pepeproncino entdeckten wir
bereits auf dem diesjährigen Peperoncino
Festival in Diamante, und wer in den letzten
Wochen eine Lieferung vom Pepperworld Hot
Shop erhielt, fand darin mit Chance ein kleines
kostenloses Täfelchen.
Wir
machten die interessante Beobachtung, dass die Peperoncino-Schoki von Vannucci
im Gegensatz zu der ihrer Mitbewerber jeden Tag ausverkauft war.
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Offensichtlich
hatten wir da mal wieder den "richtigen Riecher", denn in
Zukunft wird es in unserem Shop auch feine Schokoladen von Vannucci
zu
kaufen geben. Da die Fabrik unweit von Perugia liegt, haben wir uns
natürlich auch die Fertigung angeschaut.
"Vannucci
il Cioccolato" - Zu Besuch in der Schokofabrik
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"Kommt
doch mal in der Farbrik vorbei und schaut Euch alles an - für den
Nachschub zur Chokolate Revolution arbeiten wir auch am
Wochenende!" Dieser Einladung sind wir gerne gefolgt.
Schokoladenfabriken
beschäftigten mich schon früh, denn während meines Ingenieurstudiums
(lang, lang ist's her) war deren Planung ein Lieblingsthema meines
Fertigungstechnik-Professors. Da habe ich das erste mal vom Conchieren
gehört, dem bereits 1879 von
Rodolphe Lindt entwickelten Verfahren, das unerwünschte Bitterstoffe aus
der Kakaomasse entfernt und ihren Schmelz verbessert.
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Und
nun stehen wir am Samstagnachmittag vor der Conche von Vannucci, in der
gerade feine Arriba-Kakaomasse den letzten Schliff erhält.
In
den temperierten Behältern im Bild unten warten bereits weitere Sorten
auf ihre Verfeinerung in der Conche.
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Besonders
geehrt fühlen wir uns, dass Firmen-
gründer Antonio Zamporlini und seine Tochter Allessandra uns persönlich
durch ihre Fertigungsanlage führen. Der Familienbetrieb wurde vor gut
drei Jahren gegründet. Seine reiche Erfahrung hat der Ingenieur viele
Jahre in einer großen Schokoladenfabrik in Perugia gesammelt, bevor er
seine eigene Manufaktur für Spitzen-Schokolade startete.
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Mit
Recht stolz auf seine Schokoladenmanufaktur:
Vannucci-
Firmengründer Antonio Zamporlini und
Tochter Allessandra |
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Auf
der Anlage rechts wurden gerade Vannucci "Bijoux" produziert -
leckere Pralinen, die es seit kurzem auch mit Peperoncino und Nüssen gibt
- eine ungewöhnliche, ziemlich leckere Kombination. Die leicht gekühlte
Füllung wird in dem kastenförmigen Gehäuse zur Ummantelung mit
Arriba-Schokomasse begossen; was vorbeiläuft, wird natürlich
aufgefangen. Damit
die Schokohülle schnell erstarrt, durchlaufen die Pralinen eine
Kühlstrecke (links im Bild, für uns zu Demonstrations-
zwecken geöffnet).
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Um
zur Fertigungslinie zu gelangen, wird die flüssige Schokolade von
der Conche in einen von einem Warmwassermantel beheizten Behälter
befördert und landet so mit optimaler Viskosität in den Düsen.

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"Probieren?"
Der Chef scheint unsere Gedanken zu lesen. Die flüssige
Schokolade schmeckt herrlich. |
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Für
dragierte Schoko-Spezialitäten greift
Vannucci nach alter Tradition auf solide Kupfer-
kessel zurück. "Zu diesem Material gibts auch
bis heute keine glechwertige Alternative",
erklären uns die Schoko-Spezialisten.
Weiterhin
erfahren wir, dass die Aromen für die diversen Schokoladen im Hause aus
natürlichen Zutaten aufbereitet werden: Peperoncino aus Kalabrien wird
frisch gemahlen. Auch Zimt für die Canella-Täfelchen wird aus
Zimtstangen frisch und hauchfein pulverisiert, ebenso der Kaffee für die
Cappucccino- und der grüne Tee für die "Grean Tea"-Schokoladen.
Diese Zutaten werden dann in der Conche mit eingearbeitet.
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Bei
der Verpackung besonders empfindlicher Produkte ist Handarbeit angesagt. Fleißige Mitarbeiterinnen sind
auch an diesem Wochenende damit beschäftigt, Nachschub für die
Eurochocolate-Woche fertigzustellen. Soviel
zu unserem Abstecher in die Manufaktur der feinen Vannucci-Schkoladen.
Hier hätten wir noch Stunden, wenn nicht Tage verbringen können ...
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Schoko-Kunst
Zurück
in die Stadt - dort wird inzwischen auch mit Schoklade gearbeitet, aber
auf ganz andere Weise.
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Italienische
Künstler hatten als Material etwa kubikmetergroße
solide Blöcke aus Schokolade zur Verfügung, gesponsort von der Schoko-
Traditionsfirma Perugina, die inzwischen zum Nestlé-Konzern
gehört.
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F:
Wie aber bearbeitet man Schokolade?
A:
Mit allem, was man im Werkzeugkasten halt
so findet - Stechbeitel, Hammer und Meißel,
Bohrmaschine und Gaslötlampe.

Abgeschlagene
Stücke und herumfliegende Schokosplitter wurden von den Zuschauern
dankbar aufgefangen.
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Darth
Vader als Schoko-Kunstobjekt? Wir sind nicht ganz sicher. Sicher ist
aber, dass nach diesem Tag einige Overalls in die Wäsche gehören.
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Wir
machen uns jedenfalls mit dem ebenfalls von Perugina bereitgestellten
Schoko-Zug auf die Suche nach weiteren süßen Trends.
Ebenfalls
an Kunst grenzt das Geschick einiger Schokoladenhersteller, Lebensmittel
des täglichen Gebrauchs zu imitieren. Hier also unser ...
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Trend
Nr. 2: Salami & Co. aus Schokolade
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Man
muss schon zweimal hinschauen, um zu erkennen, dass diese Salami nicht aus
Fleisch besteht, sondern aus leckerer Schokolade. Und die Außenhaut ist
auch nicht weiß von Edelschimmel, sondern von Puderzucker. Das Ganze
steckt dann in Schnurnetzen, genau wie das Original vom Metzger. Wahlweise
ist auch die schmackhafte "Salami" mit Peperoncino zu haben. So
ein Teil schicken wir natürlich an unseren Freund Dave DeWitt in die USA.
Mal sehen, was der Zoll dazu sagt :-)
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Täuschend
echt auch die Ravioli aus heller Schoko mit dunkler Füllung. Lecker,
nur kochen sollte man die wohl besser nicht. Aus
weißer Schoko bestand auch dieser "Hartkäse".

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Diesen
Käse könnte man ja über die Strangozzi reiben. Normalerweise eine
bekannte umbrische Pasta-Spezialität, aber auf dieser Varanstaltung
natürlich auch aus Schokolade gefertigt. Oder doch lieber Pizza al
Cioccolato, original im Karton?

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Trend
Nr. 3: Kakao-Klamotten & Accessoires
Wir
schreiben Mitte Oktober, und in wenigen Wochen ist wieder Weihnachten.
Dies könnte den dritten thematischen Schwerpunkt erklären, den wir auf
der Schoko-Revolution ausgemacht haben - wie weit er sich durchsetzen
wird, bleibt abzuwarten.
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Was
schenkt man Vati, wenn er schon alles hat? Wie wärs mal wieder
mit einem Hemd, komplett mit passendem Hut. Aber nicht schwitzen,
das kommt nicht gut bei diesen Klamotten ;-)
Lange
keinen Schlips geschenkt? Bitteschön:

Dazu
die passenden Schuhe. Entweder sportiv, auch für Nordic Chocolate
Walking, oder einfach italienisch-lässige Slipper.
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Um
Stilbrüche zu vermeiden, empfehlen wir als modisches Accessoire
die Geldbörse im Schoko-
Kroko-Design. Falls sie mal wieder leer ist, kann man sie
wenigstens aufessen. Verdammt cool dazu die essbare Uhr.

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Soweit
zu unserem Ausflug aus der Chili- in die Schokowelt, in der es ja genug
Berührungspunkte gibt. Es hätte noch so viel mehr zu entdecken gegeben
in Perugia -- Schoko-Kochkurse, Filme, Wettbewerbe... aber leider hatten
wir nur zweieinhalb Tage Zeit.
Falls
Sie noch mehr zu diesem genüsslichen Thema lesen möchten, schauen Sie
doch mal in unseren Beitrag "Chili + Schoko".
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