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Kalabrien
Update: Peperoncino
Festival 2005 Teil 2
Chili
& Schoki - ein weiterer Festival-Schwerpunkt
Wer
unseren Kalabrien-Bericht
vom vergangenen Jahr gelesen hat und unseren ausführlichen
Artikel "Chilis + Schokolade",
dem dürfte ein Trend nicht entgangen sein: Die Jahrtausende alte
Kombination aus Kakao und scharfen Schoten feiert ein mächtiges Comeback, und die
Chocolatiers werden dabei immer kreativer, sogar in Deutschland. Viele
Spitzen-Schoko-Hersteller sind jedoch in Italien zuhause, und so wundert es
nicht, dass hier auch die meisten Chili-Schoko-Leckereien ersonnen
werden.
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Diese
Chili-Schoko-Vielfalt haben wir auf dem Peperoncino
Festival gefunden.
Erstaunlich
fanden wir, dass es aus italienischer Produktion sogar Schoki mit
Ancho-Chili gibt, sowie mit Chipotle, geräucherten Jalapenos also
("Jalapeno affumicato").
Die
meisten Produkte setzen allerdings auf süditalienische
Peperoncini.
In
Zusammenarbeit mit einem Hersteller in Kalabrien experimentieren
wir zurzeit mit einer verschärften Schokolade, in der unsere
gemahlenen Lake Victoria Habanero zum Einsatz kommen. Dazu später
mehr...
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Hier
präsentiert Maria von Dolci Pensieri di Calabria ihr Plakat,
das sie extra fürs Festival gemalt hat. Dolci ist unsere Entdeckung
vom Festival letzten Jahres, und inzwischen zahlreichen Kunden des
Pepperworld Hot Shop durch die leckere rot verpackte Cioccolato
al Peperoncino bekannt. Dolci stellte gleich eine ganze Reihe
neuer Kreationen vor. Am bemerkenswertesten fanden wir die
Zartbitter- Schokolade mit Pefferminz und Peperoncino; auf der Zunge
spricht sie gleichermaßen die Wärme- wie die
Kälterezeptoren an und sorgt damit für einen interessanten
Schoko-Genuss.
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Mit
Chili und Schoko lassen sich aber auch noch andere Dinge
anstellen, als sie in Tafeln zu gießen. Magnifici del Mezzogiorno
macht zum Beispiel einen tollen Chili-Schoko-Likör, den es
inzwischen bei uns im Pepperworld Hot Shop gibt.
Der
regionale Hersteller Castel Fagiano stellte mit
"Confettura di peperoncino al cioccolato" einen pikanten
Chili-Schoko- Brotaufstrich vor, der
auch allerbest zu Crepes passt.
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Chili-Schoko-Likör
"Amore Piccante"
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Und
jetzt - ein Karton!
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Bei
den Attraktionen des Peperoncino Festivals sind die Veranstalter
stets darum bemüht, dass neben Kulinarischem auch Kunst und Humor
nicht zu kurz kommen, und so gab es auch gleich zwei Ausstellungen
pikanter Cartoons.
In
einem Live-Wettstreit konnten zudem mutige und begabte
Hobby-Cartoonisten gegeneinander antreten und jeweils zu einem
vorgegebenen Thema zeichnen, unterstützt von Overhead-Projektoren
und kessen Nummern-Girls. |
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Von
den Cartoons der "artisti
piccanti" war dieser hier von Roberto Mangosi unser Favorit:
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Verschärftes
Cartoon-Wettzeichnen
am Overhead-Projektor.
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Chilis
und Pflanzen zum Mitnehmen
Wie
jedes Jahr verkaufte Massimo Biagi aus Pisa Chili-Schoten von rund 150
Sorten aus aller Welt. Diesmal warteten aber auch lokale
Gärtnereibetriebe mit einem enormen Angebot an Pflanzen und Schoten
auf. Uns gefiel besonders das Angebot und die Präsentation der
Gärtnerei Miceli. Schon von weitem konnte man
sehen, was Sache ist an diesem Stand:

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Drinnen
warteten dann hübsch dargebotene
kleine Filas (Ristras), sowie mediterrane
Dekoration. Und eine feine Auswahl an
Chili-Pflanzen, zum Beispiel:
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Chile
de Arbol (man beachte den Ertrag!) |

Peperoncini
"Sigaretta" (Kalabrien) |
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Habanero-Abkömmling
(C. chinense) |

Außerdem
jede Menge frische Schoten. |
Und
wo wir gerade beim Thema Chili-Schoten sind....
Same
procedure as every year: Das große Chilischoten-Wettessen
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Das
Festival wäre nicht komplett ohne
Campionato
italiano mangiatori di
peperoncino - die italienische
Meisterschaft im Chili-Wettessen.
Diesmal
war noch mehr Publikum da
als sonst, denn das Ereignis wurde
vom
TV-Sender RAI aufgezeichnet
und landesweit ausgestrahlt.
Wie
das Wettessen abläuft, haben wir
ja schon hier
ausführlich berichtet.
Auch diesmal sah es nicht viel
anders aus, darum wollen wir uns hier
auf die Ergebnisse
beschränken.
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Mauro
Ciocca war der glückliche (und schwitzende) Sieger. Er vertilgte
555 Gramm geschnetzelter frischer kalabrischer
Peperoncino-Schoten, die auch in diesem
Jahr - wir haben's probiert - wieder sehr,
sehr scharf waren.
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Dicht
auf den Fersen war ihm
Cristina Radulescu mit heftigen 540
Gramm Chilis! Diesmal waren fünf
weibliche und fünf männliche Kandidaten
in der Endausscheidung. Hier die
kompletten Ergebnisse:
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Männliche
Teilnehmer
Mauro
Ciocca - 555 g
Massimo
Grandinetti - 470 g
Vito
Conte - 400 g
Giuseppe
Madeo - 350 g
Gildo
Zanzarelli - 200 g
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WeiblicheTeilnehmer
Cristina
Radulescu - 540 g
Nicoletta
Specchia - 315 g
Loreta
Coglianese - 160 g
Antonella
Grandinetti - 150 g
Margherita
Rizzo - 110 g
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Gratulation,
und hoffentlich war der "Tag danach" für alle
Wettkämpfer einigermaßen
erträglich ;-)
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Uns
hat's jedenfalls gereicht, von den Wettkampf-Chilis nach
Beendigung des Wettkampfes ein wenig zu probieren. Gegen den
kleinen Hunger zu später Stunde sind wir lieber zu einem kleinen
Straßencafé gepilgert, das sich allerdings ebenfalls ganz auf
die feuersuchende Kundschaft der Festival-Woche eingestellt hatte:

Links
sehen wir Crostata piccante, eine Mürbeteig-Torte mit
süßpikanter Füllung. In der Mitte Cannoli
al peperoncino, knusprige Teigröllchen gefüllt mit
Vanillecreme, die mit Chilistückchen durchsetzt ist.
Rechts dann noch Dolce della nonna al peperoncino -
Großmutters süßer Napfkuchen, ebenfalls mit
roten Chilis gespickt. Unser Favorit waren ganz klar die
Röllchen; ein schöner Abend-Ausklang.
Das
wars nun aber wirklich!
Tja,
das
wars nun für dieses Jahr mit unserem Report vom Peperoncino Festival
2005 aus Diamante.
Wir
hoffen, unser Bericht hat Ihnen Spaß gemacht! Zum Schluss noch
ein Tipp...
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An
einer Bude fanden wir diesen nützlichen Rat, dem wir durchaus
zustimmen:
Chilis
am besten das ganze Jahr hindurch konsumieren...
Ciao,
bis 2006!
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