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Kalabrien-Update:
Peperoncino
Festival 2004 Teil 2
Das
Festival (Fortsetzung)
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Natürlich
haben wir auf dem Festival auch wieder jede Menge neue "echt
scharfe" Produkte entdeckt. Hier eine kleine Kostprobe...
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Je
später der Abend, desto voller das Festival. Diese Aufnahme
entstand kurz nach Mitternacht!
Das
Peperoncino Festival bietet Kunst, Vorträge, Satire,
musikalische Darbietungen und noch vieles mehr, aber die
Hauptattraktion sind zweifellos die zahllosen Stände, an denen es
scharfe Leckereien zu probieren und zu kaufen gibt.
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Ausserdem
gab's auch ein scharfes Lotteriespiel mit einem Smart als Hauptgewinn; die Gewinner wurden am Sonntag zu später Stunde
bekannt gegeben. Meinereiner gehörte leider nicht dazu, dabei
wäre ich doch sooo gerne mit dem Smart 1500 km heimgefahren ;-)
Auf
dem Stadtplatz trohnte allabendlich ein gigantischer aufblasbarer
Chili, der schon von weitem sichtbar war, gesponsort vom
italienischen (!) Bierhersteller Dreher.
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Unglaubliches
leistete wieder Chili-Züchter Massimo Biagi von der Universität
Pisa: Von mehr als 150 Chili-Sorten aus aller Welt hatte er reife
Schoten am Stand. So viele unterschiedliche Sorten gleichzeitig
und genau zum Festival zur Reife zu bringen ist schon eine tolle
Leistung.
Massimo
und seine sympathische Familie boten die scharfen Schoten zum
Verkauf an und beantworteten zudem fünf Tage lang geduldig die
schier endlosen Fragen der Chili-Interessierten. Zudem
war der Stand wieder mal Treffpunkt für alle Hardcore-Chiliheads,
zu denen zweifellos auch Massimo selbst gehört.
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Außerdem
waren diesmal verschiedene regionale Gärtnereien verteten, die
eine interessante Auswahl an Chili-Pflanzen anboten. Wenn man mit
dem Auto hier ist, ist die Versuchung groß...
Weitere
"echt scharfe" Produkte
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Die
Auswahl an superleckeren Käsesorten war ebenfalls noch
vielfältiger als bei unserem letzten Besuch, und der
Minibar-Kühlschrank unseres Hotelzimmers füllte sich schnell mit
würzigem Käse wie diesem hier - eine Art Pecorino, aber nicht
von Schaf- sondern Kuhmilch. Und natürlich pikanten
Peperoncino-Stückchen.
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Stark
zugenommen hatte auch das Angebot an pikanten Wurst- und
Fleisch-Spezialitäten - vom luftgetrockneten Peperoncino-Schinken
über pikante Salsiccia bis zu dick mit Chilipulver
eingeriebener Pancetta (gepökelter und luftgetrockneter
Schweinebauch). Alles wurde natürlich auch verkostet. |

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Wo
wir schon beim Thema Fleisch sind... in Kalabrien stellt man gerne
die aphrodisischen Eigenschaften heraus, die den scharfen Schoten
nachgesagt werden. Hier drei Beispiele: Oben der
Pepper-Potenzhammer für Arme, "aufgepepperter" Rotwein,
und rechts eine Chili-Mixtur namens
"Afrodisaco naturale", die in der speziellen
"Kamasutra Collection" auf jedem Gefäß zu einer
anderen Stellungnahme animiert. Auf geht's!
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Für
die sanftere Verführung bietet sich die Peperoncino-Schokolade
an, oder etwa der Peperoncino-Honig. Beides übrigens vorzüglich. |

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Für
die passende Stimmung könnte womöglich so eine hübsche Glaslampe mit
Chili-Dekor sorgen... |

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Feurige
Veranstaltungen
Die
Organisatoren des Peperoncino-Festivals sind auch stets um ein
unterhaltsames und lehrreiches Rahmenprogramm bemüht. Der
kulinarisch-wissenschaftliche Vortrag stand diesmal unter dem
Motto "Trüffel und Chili" (Tartufi e Peperoncini). Vielen
ist bekannt, dass die Bergwälder Kalabriens reich an
Steinpilzen sind. Aber auch schwarze und weiße Trüffeln gedeihen
dort prächtig und werden mit Hilfe speziell ausgebildeter Hunde
aufgespürt.
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Powerpoint-Präsentation:
Uni-Biologen erklärten das komplexe Trüffel-Leben in
Symbiose mit Waldbäumen. |
Genau
wie Chilis wird Trüffeln übrigens aphrodisierende Wirkung nachgesagt Der
Inhalt des Tellers stellt ein kleines Vermögen dar. Höhepunkt
der Präsentation war die Verkostung leckerer
Trüffel-Spezialitäten, etwa schwarze und weiße Trüffelpastete und
mit Trüffeln und Peperoncini schmackhaft gewürztes Schweinefleisch.
Dazu gab's Wein aus der Region Verbicaro.
Der Preis für die Degustation
war auch akzeptabel: kostenlos :-)
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Auf
anderen Plätzen in der Stadt liefen zum Thema Peperoncino
passende Filme, anderswo konnten zeichenbegabte Besucher
am Overhead-Projektor gegen Profi-Cartoonisten um die Wette
zeichnen.
Chili-Wettessen
2004:
Ein neuer Rekord
Über
die alljährlichen italienischen Meisterschaften im
Chili-Wettesssen haben wir hier ja
schon eingehend berichtet. Im Prinzip lief es dieses Jahr genauso
ab; es gab jedoch ein volles Dutzend Teilnehmer. |
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Wieder
einmal feuerte Unterhaltungstalent Gianni Pellegrino die
Kampfesser an und hielt das in Massen erschienene Publikum über
den Fortschritt auf dem Laufenden. Nach dreissig spannenden
Minuten stand dann der Sieger fest - Vincenzo Maiolino verputzte satte 729 Gramm. Antonietta Career
belegte als einer der beiden weiblichen Teilnehmerinnen mit 459 Gramm einen
respektablen zweiten Platz.
Unerwartete Ehren
Veranstalter
des Festivals ist bekanntlich die Accademia Italiana del Peperoncino,
eine Organisation, die sich bereits seit 1994 mit vielerlei
Aktivitäten der Verbreitung des Chili-Gedankens im Allgemeinen
und der Promotion italienischer Peperoncini im Besonderen widmet.
Mein nach dem 2002er Festival veröffentlichter achtteiliger
Beitrag (auch auf englisch erschienen) hat bei der Akademie
offensichtlich großen Anklang gefunden, denn man hatte eine echte
Überraschung parat: Ohne große "Vorwarnung" wurde ich
am Sonntagabend auf die Bühne gebeten und mit allerlei
Honorationen zum Ehrenmitglied der Accademia gekürt.
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Zunächst
gab's einen Peperoncino-Kranz und ein wenig Smalltalk mit der
netten Moderatorin, dazu musikalische Einlagen. Ohne
die Übersetzungshilfe unserer nicht minder netten mehrsprachigen
Freundin Nunzia (rechts von mir) hätte ich mit meinen eher
rudimentären Kenntnissen der italienischen Sprache ganz schön
alt ausgesehen. [Notiz von Harald an Harald: Verdammt, lern jetzt
endlich vernünftig Italienisch. Siehst doch, das lohnt sich!] |
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Dann
betrat Enzo Monaco die Bühne, Gründer und Vorsitzender der
Accademia del Peperoncino, und sozusagen der
"Pepper-Papst" in Italien. Ein
Griff in die Tasche, und dann bekam ich die schwere
Ehrenmedaille der Accademia umgehängt, die das Emblem der Organisation zeigt
- eine griechische Maske mit Peperoncino. An dieser Stelle
herzlichen Dank, Leute - grazie mille! |
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Das
war's (fast)
Tja,
das war dann noch eine
nette Überraschung zum Schluß des 2004er Peperoncino-Festivals
in Diamante. Falls Sie nächstes Jahr selbst mal hinfahren
möchten, haben wir noch ein paar neue Tipps für Sie: Das tolle
Hotel, in dem wir dieses Mal wohnten, und eine wirklich scharfe
Restaurant-Entdeckung.
Hier geht's weiter...
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